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Constantia Teich: Werk in Weinburg wird erweitert

Constantia Teich: Werk in Weinburg wird erweitert


13. Juni 2023. Mehr als 80 Millionen Euro investiert der Verpackungskonzern Constantia Teich in den Ausbau seines Werkes in Weinburg. Dieser Betrag fließt hauptsächlich in ein neues Walzwerk und eine weitere Lackieranlage. Mit der neuen Walzkapazität wird Constantia Teich künftig in Österreich 90.000 Tonnen Aluminiumfolien herstellen können – um 30 Prozent mehr als derzeit – und steigt damit zum größten Produzenten in Europa auf.

Der Projektstart erfolgt noch heuer im Herbst, die erste kommerzielle Produktion ist für das Frühjahr 2025 geplant. Begleitet wird die Investition in die Folienproduktion von einem kompletten Ausbaupaket. Darin sind bauliche und infrastrukturelle Maßnahmen enthalten, wie eine Schneideanlage, Glühöfen und die Erweiterung des Hochregallagers.

Aus brandschutztechnischer Sicht werden - zur Reduktion der Ausfallsicherung im Brandfall sowie aus versicherungstechnischen Vorgaben - zahlreiche unterschiedliche Löschanlagen wie beispielsweise Hochdruck-Gaslöschanlagen sowie Niederdruck-Gaslöschanlagen bei diversen kritischen Anlagebereichen eingebaut. Außerdem sind eine Sprinkleranlage, eine Brandmeldeanlage, eine Betriebsfeuerwehr sowie diverse Entrauchungsanlagen beim Walzwerk vorgesehen.

Wir freuen uns dieses spannende Projekt zu betreuen.

Wo Geschichte auf Sicherheit trifft

Wo Geschichte auf Sicherheit trifft


20. August 2026. Durch die geplante Neuinterpretation der ehemaligen Reitschule entsteht – ergänzend zum Wolkenturm und zum Auditorium – ein weiterer Konzertsaal: der Rudolf Buchbinder Saal, benannt nach dem langjährigen künstlerischen Leiter des Grafenegg Festivals.

Zu Beginn der Projektbearbeitung im Frühjahr 2023 wurde eine umfassende Bestandserhebung des historischen Gebäudes durchgeführt. Aufbauend hierauf sind gemeinsam mit dem Architekten und dem Team aus Fachplanern Maßnahmen für die geplante umfassende Veranstaltungsnutzung sowohl hinsichtlich der Ertüchtigung des Bestandes, der Aufstockung der Reitschule und des Neubaus festgelegt worden.

Baulich werden nach Abstimmung mit den zuständigen Behörden insbesondere dem Bundesdenkmalamt, wie auch bereits im Bestand teilweise vorliegend, brandabschnittstechnische Trennungen gegenüber der Bestandsgebäude vorgesehen. Der geplante Gebäudekomplex, bestehend aus der ehem. Reitschule, der Aufstockung, in der der große Konzertsaal platz findet, und das neue Nebengebäude, wird als ein gemeinsamer Brandabschnitt vorgesehen. Die Fluchtwege führen dabei aus dem Erdgeschoß, in dem sich neben dem großen Konzertsaal weitere Veranstaltungsbereiche befinden, die auch kleinzelliger nutzbar sind, direkt ins Freie. Aus sämtlichen Bereichen im Obergeschoß werden die Fluchtwege einerseits über ein sicheres Treppenhaus nach Tab. 3 der OIB-RL 2 und andererseits über eine offene Treppenanlage ins Freie geführt. Zur bestmöglichen Kennzeichnung der Fluchtwege wird eine Sicherheitsbeleuchtung nach OVE E 8101 iVm OVE-RL R12-2 ausgeführt.

Neben der Festlegung der brandschutztechnischen Planung in Form eines Brandschutzkonzeptes samt zugehörigem Brandschutzkonzeptplan dürfen wir das Projekt auch während der gesamten Bauphase begleiten. Im Rahmen der brandschutztechnischen Bauüberwachung finden regelmäßige Brandschutzbegehungen mit den ausführenden Firmen statt. Der Fokus liegt dabei auf die bewilligungs- und zulassungskonforme Ausführung der Brandschutzmaßnahmen. Die Schnittstelle zu Bestandsbauteilen stellt dabei eine besondere Herausforderung dar. Abschließend werden vor der Fertigstellung Brandschutzpläne und Flucht- und Rettungspläne erstellt.

Wir waren gerne dabei und durften dieses besondere Projekt von der Planung bis zur Fertigstellung brandschutztechnisch begleiten. Ein spannendes Vorhaben, bei dem insbesondere die Verbindung von historischem Bestand und neuer Veranstaltungsnutzung eine besondere Herausforderung darstellte.